Dein Selbstwert hilft auch den anderen

Ist das Leben nicht schön? Das sagt man meistens dann, wenn es einem besonders gut geht. Diese Frage ist aber auch der Titel eines alten amerikanischen Spielfilms von Frank Capra aus dem Jahre 1946. Der Film lautet im Original „It’s a wonderful life“. So wunderbar geht es dem Helden George Bailey, gespielt von James Stewart, aber gar nicht. Er möchte sich am Heiligen Abend von einer Brücke stürzen, weil er davon ausgeht, wegen Veruntreuung ins Gefängnis zu kommen. Als Leiter der von seinem Vater geerbten Bausparkasse hatte er besonders bedürftigen Familien Häuser finanziert. Durch ein Missgeschick gehen ihm 8000 Dollar verloren und gelangen in die Hände seines Gegenspielers Mr. Potter, der nun die Chance wittert, an George Bailey wegen der seines Erachtens zu günstig finanzierten Häuser Rache zu üben.

Was würde fehlen, wenn es dich nicht geben würde?

George ist schon bereit zum Sprung, da erscheint Clarence und kann ihn in letzter Minute retten. Clarence ist in Wahrheit Georges Schutzengel und nun führt er seinen Schützling durch die Stadt, als hätte es George nie gegeben. Clarence zeigt ihm all die Menschen, die ein viel schlechteres Leben führen, weil sie das, was nur George ihnen hätte geben können, nie bekommen haben.

Wenn du gerade viel allein zuhause bist, dir nutzlos vorkommst oder dich einsam fühlst, dann setz dich einmal hin und überlege dir, für wen du selbst einmal ein Engel warst. Gehe all deine Lebensabschnitte durch und erinnere dich daran, wann du für andere Menschen da warst. Wann hast du etwas Unersetzliches gemacht? Was hätte in einem anderen Leben gefehlt, was hätte nicht stattfinden können oder was wäre zerstört worden, wenn es dich nicht gegeben hätte?

Deine wichtige Aufgabe für andere

Als ich das einmal selbst gemacht hatte, war ich sehr überrascht, wie viele Szenen und Situationen mir plötzlich einfielen. Ich fühlte mich sehr viel besser und erkannte auch, welch wichtige Aufgabe ich in vielen Fällen übernommen hatte, ohne mir dessen bewusst zu sein. Ich bin mir sicher, dass es dir mindestens genauso so geht.

Nimm dir bewusst Zeit dafür, vielleicht 20 Minuten und lass diese Erinnerungen aufsteigen. Nicht nur jetzt in dieser Zeit, die von der Pandemie und den damit verbundenen Maßnahmen für viele sehr belastet ist, tut es gut, sich selbst auch im Zusammenspiel mit all den Menschen, die den eigenen Lebensweg kreuzen oder begleiten, wahrzunehmen.

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